Mit Realismus statt Propaganda ins Superwahljahr - Vertreter vernünftiger Energiepolitik tagten in Berlin

Regierungsamtlichen „Erfolgsgeschichten“ zum Trotz erfährt die aktuelle „Energiewende“-Politik flächendeckend Gegenwind aus der Bevölkerung. Bundesweit sind über 650 Bürgerinitiativen gegen den Ausbau von Windkraftanlagen engagiert und in 10 Landesverbänden, mehreren Dutzend Regionalbündnissen und einer Bundesinitiative vernetzt. Gestern trafen sich Vertreter aller Flächenländer zur Strategieklausur in der Hauptstadt.

Zwei Wochen nachdem das Bundeswirtschaftsministerium eine Hochglanzbroschüre zur vermeintlichen Erfolgsgeschichte der Energiewende an Millionen Haushalte verteilen ließ, kamen Delegierte windkraftkritischer Landesbündnisse in Berlin zu einem Arbeitstreffen zusammen. Ihre Wahrnehmung:

In rasantem Tempo werden wetterabhängige Stromerzeugungsanlagen in die Landschaft gesetzt – viel mehr und viel schneller als es der Bundesgesetzgeber beabsichtigte. Anlagen, für deren Zufallsprodukt es immer häufiger keine Verwendung gibt, deren Betreiber sich dennoch über auf 20 Jahre garantierte, weit über dem (häufig negativen) Marktwert liegende Vergütungen freuen dürfen.

Im Namen und in Folge der auf Windkraft fixierten „Energiewende“
 
•    werden naturnahe Landschaften bis hin zu Naturparks der Windkraftindustrie geopfert – zuletzt sogar unter Einsatz von Polizeigewalt;
•    soll das Bundesnaturschutzgesetz zugunsten der Windkraftindustrie (Kabinettsbeschluss vom 10. Februar 2016) ausgehöhlt werden;
•    finanziert die Allgemeinheit zunehmend die Produktion von „Energiemüll“, der teuer entsorgt werden muss.

Trotz alledem sinken die CO2-Emissionen nicht nennenswert und ausländischer Atomstrom bleibt unverzichtbar.

Angesichts des im ganzen Land als Belastung von Natur, Landschaft und Lebensqualität erlebten, dabei technisch und ökonomisch fragwürdigen Windkraftausbaus berieten die Landesbündnisse auf Einladung der Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT. darüber, wie vernünftigen Weichenstellungen der Weg geebnet werden kann.

Die aus allen Flächenländern angereisten Delegierten beschlossen verschiedene bundesweite Aktionen, mit denen die energiewirtschaftliche Realität im Superwahljahr 2017 stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll.

Autor: red | Montag 20. Februar 2017 - 23:00 Uhr | |
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Gesetzesentwurf zur Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes ist mit europäischem Recht nicht vereinbar!

Bitte schreiben Sie Ihrer gewählten Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 202 Bad Kreuznach Frau Antje Lezius unter "antje.lezius.ma02 [at] bundestag.de" und fordern Sie sie auf, der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes nicht zuzustimmen!
Gerne können Sie auch unser Emailformular dazu verwenden!

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Bundestagsabgeordnete der 18. Wahlperiode in den Wahlkreisen
Schildern Sie den Mandatsträgern dort Ihr Anliegen!

Wahlkreis Unsere MdB aus Nahe/Westrich
201 Mosel/Rhein-Hunsrück Peter Bleser (CDU)
202 Bad Kreuznach Antje Lezius (CDU)
210 Kaiserslautern (Kusel) Gustav Herzog (SPD)
Xaver Jung (CDU)
Alexander Ulrich (Die Linke)
211 Pirmasens Anita Schäfer (CDU)
Angelika Glöckner (SPD)
298 Sankt Wendel Nadine Schön (CDU)
Christian Petry (SPD)
299 Homburg Alexander Funk (CDU)
www.abgeordnetenwatch.de

HINTERGRUND:

Am 08.02.2017 erreichte uns an der Oberen Nahe ein Hilferuf von der BI Wald in Not. Wir setzten uns in Bewegung und trafen Naturschützer am historischen Weinplatz zwischen Horath und Piesport. (...)

Ungeachtet eines gerichtlich verfügten Rodnungsstopps, hat die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich von Landrat Gregor Eibes (CDU) im Wasserschutzgebiet am Ranzenkopf eiligst große Buchenbestände fällen lassen. Hier soll ein Megawindpark für eine AöR entstehen. Wir sind erschüttert vom Ausmaß dieser brutalen Vorgehensweise!

In den USA, wo von einem Gericht ein per Dekret erlassenes Einreiseverbot gestoppt wurde, weil das Vorliegen einer konkreten Gefährdungslage für die nationale Sicherheit nicht erkennbar war, wird in der Demokratie daher völlig zurecht die Einhaltung des Rechtsstaatsprinzips gefordert. 
Von den Buchen, die in der Blüte ihrer schützenswerten Jugend trotz Rodungsstopp abgesägt wurden, geht ebenso keine Gefahr aus. Wir können aber mit Sicherheit sagen, dass dort wo brutale Schneisen der Verwüstung geschnitten wurden, kein Wald und damit auch kein zusammenhängender Lebensraum für Wildtiere mehr existiert. Gilt für die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich unsere Rechtsordnung etwa nicht? Steht sie über dem Gesetz? Nein, das tut sie nicht - und trotzdem geht es zu wie im Wilden Westen *peng peng*

"Ihr Völker der Welt... Schaut auf diese NATUR und erkennt,
dass Ihr sie nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!"

(frei nach Ernst Reuter, historische Rede am 9.9.1948 in Berlin)

Besichtigen auch Sie den Tatort, Frau Hendricks!

Der Buchenwald am Ranzenkopf ist überwiegend Staatsforst. Er fällt somit genau Ihr Ressort!


Am 23.01.2017 äußerte sich die Bundesministerin für Naturschutz und Bauen in der Sendung "Hart aber Fair" wie folgt:

Frau Ministerin, wenn Sie für Erholungszwecke stressgeplagte Menschen durch die 5% der Waldfläche in Deutschland treiben, dann opfern Sie auch noch die letzten Rückzugsorte des Natur- und Artenschutzes.

Man sollte meinen, dass Deutschland ein Land mit üppigem Waldbestand ist. Doch weit gefehlt! Wenn die Bundesnaturschutzministerin von "Wald" spricht, meint Frau Hendricks in Wahrheit nur 5% einer "mit Bäumen bestückten Fläche". Die übrigen 95% sind uneingeschränkt für die Forstwirtschaft bestimmt - völlig unabhängig davon ob sie Privat-, Kommunal-, Landes- oder Bundesforst sind.

Die Holzindustrie redet irrtümlich von Wald - meint aber Forst!

Die Windkraftindustrie redet irrtümlich von Wald - meint aber Platz für Profit!

Weiterlesen

Autor: tv | Donnerstag 09. Februar 2017 - 10:56 Uhr | | | Kein Kommentar
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"Energiewende" scheitert an frostiger Wirklichkeit

"Kaltflaute" offenbart Desaster

Deutschland, 3. Februar 2017

Während der Kaltwetterperiode vom 16. bis zum 26. Januar 2017 trugen die 26.000 Windkraftanlagen und der auf 400 Millionen Quadratmeter ange­wach­sene Foto­voltaik-Park Deutschlands so gut wie nichts zur Elektrizitätsversorgung unseres Landes bei.

Der Totalausfall der „Säulen der Energiewende“, wie Sigmar Gabriel die wetter- und subventionsabhängigen Energiequellen nennt, war dabei keine Moment­aufnahme, sondern ein über zehn Tage anhaltender Dauerzustand:

Grafik in höherer Auflösung

Die Großwetterlage zwang die deutschen Stromproduzenten zum Einsatz aller verfügbaren konventionellen Anlagen, um die Netzstabilität aufrechterhalten zu können. Ohne den konventionellen Kraftwerkspark und die Möglichkeit, wetterfesten Strom aus Kernkraft und Kohle (z.B. aus Tschechien und Frankreich) importieren zu können, wäre die Stromversorgung in diesen zehn Tagen extrem gefährdet gewesen. Eine Ahnung von den möglichen verheerenden Konsequenzen verleiht die Bundestagsdrucksache „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung“ aus dem Jahr 2011.

Die „gesicherte Leistung“ aller Windkraft- und Fotovoltaikanlagen bleibt trotz des starken Zubaus der letzten Jahre weiterhin nahezu Null. Eine Glättung der Stromeinspeisung aus Windkraftanlagen ist trotz ihrer großflächigen Verteilung über das gesamte Bundesgebiet ausgeschlossen. Ausschläge und Schwankungen steigen mit dem Zubau weiter an.

Die jüngste Kaltdunkelflaute – kein Wind, kein Sonnenschein – offenbarte das Aus­maß des „Speicherproblems“ von Wind- und Solarenergie. Kernenergie-, Kohle- und Gaskraftwerke mussten die Stromversorgung fast vollständig übernehmen. Die hohen Börsenpreise belegen die Stromknappheit während dieses Zeitraums. Die „Stromspeicherung“ als Ausweg ist angesichts der Größenordnung des Stromverbrauchs illusorisch. In zehn Tagen werden ca. 16 Milliarden kWh ver­braucht. Für eine entsprechende Batteriespeicherung wären Investitionskosten von 16 Billionen (16.000 Milliarden) Euro fällig. Die einzige großtechnische Alternative über Pumpspeicherkraftwerke würde – zusätzlich zu den bestehenden sieben – den Bau von 2800 neuen Anlagen mit je 1000 MW Nennleistung erfordern.

Doch außer dem Totalausfall kann sich auch die Hyperaktivität von Windkraft- und Solaranlagen desaströs auswirken. Denn nicht nur Kälteflauten, sondern auch Sturmtiefs bringen das deutsche Stromversorgungssystem immer häufiger und immer näher an den Kollaps:

Bei viel Sonne und Wind überschreiten die hohen Einspeisungen nämlich immer öfter den minimalen Bedarf. Die konventionellen Kraftwerke können ihre Leistung aber maximal auf Null reduzieren. Genügt das nicht, müssen EEG-Anlagen vom Netz genommen werden, deren dann nicht erzeugte Leistung aber trotzdem mit hohen Millionenbeträgen vergütet werden muss. Durch die wegbrechende Regel­fähigkeit der kon­ven­tionellen Anlagen wird die Netzstabilität extrem gefährdet. Die Situation, dass kein ausreichender Puffer zur Sicherung der Netzstabiliät durch konventionelle Anlagen mehr vorliegt und der unverwertbare Anteil nicht regel­barer Energie zu nega­tiven Strompreisen führt, wird kein Einzelfall bleiben, sondern zur Regel werden.

Viel schlimmer als die teure Entsorgung wertlosen Stroms ist für die deutsche Strom­versorgung dieser bald nicht mehr vorhandene Regelpuffer mit konventio­nellen Kraftwerken, die den mit Vorrang einspeisenden regene­rativen Energien nachregeln müssen. Die starke Zunahme von Eingriffen in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken („Redispatch-Maßnahmen“), um Leistungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen, künden von der Bedrohung: Da die Spitzen der Erzeugung von Sonne und Wind ein Maß erreicht haben, das sich seit geraumer Zeit sehr häufig mit dem Bereich des Verbrauchs schneidet, schwindet die Regelfähigkeit des Netzes aufgrund der schwindenden Flexibilität der Erzeugung massiv. Der Blackout wird immer wahrscheinlicher!

Eine tiefergehende Analyse der Vorgänge im Stromversorgungssystem zum Jahresbeginn 2017 und eine ausführlichere Diskussion der Implikationen ist unter www.vernunftkraft.de/kaltflaute abrufbar.

Die Faktenlage legt eindrücklich nahe, wie der weitere Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugungsanlagen die Stromversorgung immer näher an den Kollaps führt. Gleichzeitig werden auch die energiepolitischen Ziele „Wirtschaftlichkeit" und „Umweltverträglichkeit" mit jeder neu errichteten, durch Einspeisevorrang und Fixver­gütung begünstigten Windenergieanlage in immer weitere Ferne gerückt.

Als Landesverbände von über 650 Initiativen, bestehend aus aufgeklärten und für eine vernünftige Energiepolitik eintretenden Bürgern aus dem ganzen Bundesgebiet, halten wir fest:

Kleinliche Diskussionen um die Verteilung von Netzentgelten oder ähnliche Neben­schauplatzgefechte sind fehl am Platz. Die Antwort auf eine für das ganze Land verheerende Entwicklung muss vielmehr in der Beseitigung des grundlegenden Fehlers liegen. Deshalb ist der Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung unverzüglich einzustellen.

Autor: red | Freitag 03. Februar 2017 - 20:00 Uhr | |
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Kältestress zeigt "europäischem" Verbundnetz eigene Belastungsgrenzen und Abhängigkeiten auf

Reservekraftwerke in Deutschland hochgefahren

Wenn für wohlige Wärme im Winter besonders bei Kälteperioden in Frankreich viele Elektroheizungen auch zu einem erhöhten Strombedarf führen, dann ist das (wie man u.a. von der Bundesnetzagentur hört) eine Herausforderung für Stromerzeuger und Netzbetreiber. Wenn verschärfend noch hinzu kommt, dass in Frankreich wegen Wartungsarbeiten eine Reihe von Atomkraftwerken vom Netz gehen müssen und somit eine Bedarfslücke entsteht, so muss diese zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit ausgeglichen werden. Hier bieten sich zunächst Erneuerbare Energieträger an, die unsere Kohlehaufen potentiell kleiner machen. Rheinland-Pfalz aber will 100% energetisch-erneuerbar sein, und lässt seine Stammeshäuptlinge deshalb besonders laute Stoßgebete gen Himmel sprechen! 

concept-art - Felis silvestris silvestris

Westrich Wildkatzen kaufen KEIN Whiskas!

Ärgerlich! Doch der Winterhimmel schickte im Januar weder Wind noch Sonne!

Wir in Europa (wir in Deutschland) springen gerne ein, weil das Verbundnetz eine europäische Sache ist und weil wir alle gleichermaßen zu dessen Stabilität beizutragen haben. Ausgerechnet jetzt, wehte in Deutschland vom Winterhimmel kein Wind, den wir als Überschussstrom nach Frankreich hätten schicken können. Die bei Atom-, Wind- und Solarenergie aufgetretene Angebotsverknappung führte aber zu einer Preisexplosion an der Strombörse. 

Derweil ragten die Rauchsäulen unserer Kohlekraftwerke kerzengerade in den Himmel. Diese Abhängigkeit ist real. Wer diese ausblendet, bedient sich auch nur "alternativer Fakten". In keinem anderen Land geht man so blauäugig mit dem Thema Energiewende um wie in Deutschland. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegen Welten!

Genau so wie man sich auf der Autobahn einen risikobehafteten Überholvorgang vor dem Spurwechsel überlegen sollte, wenn die eigene Nuckelpinne dafür hoffnungslos untermotorisiert ist, so erlernen wir das Laufen auf den eigenen Beinen auch stets vor dem Fliegen und das Schwimmen vor Tiefseetauchmanövern.
Wenn es dann doch schief geht, dann hilft keine DLRG = Deutsche-Landes-Re-Gierung, die nach dem Motto verfährt "Die Lass Ruhig Gluggern". Das vernünftige Leitprinzip heißt "Safety, first".

Wirtschaftlich betrachtet ist das bestenfalls nur ärgerlich, wenn Windmüller liefern müssten, es aber mangels natürlichen Windangebots nicht können! (...) Deutsche Windmühlen erreichten aufgrund der europäischen Großwetterlage an den Tagen des 23.1. und 24.1.2017 nur einen Bruchteil ihrer installierten Nennleistung. Und aufgepasst: Diese reichte gerade einmal für rund 2,5% des mittleren täglichen Strombedarfs in Deutschland. Da die Sonne gemäß ihrer winterlich eingestellten Uhr auch nur zur Mittagszeit kurz mal vorbeischaute, waren zur Stabilisierung des Stromnetzes in den zurückliegenden Tagen demnach keine Erneuerbaren Energien aus Deutschland in signifikanter Weise beteiligt

Was bleibt unseren Windmüllern auch übrig? Das Einzige was sie selbst tun können ist, ihre Anlagen einzuschalten, wenn Wind weht. That's all folks! (...) 

Internationale Energieagentur zweifelt an Lösungen zum Umbau von Frankreichs Energiesystem

(...)

Weiterlesen

Autor: red | Dienstag 24. Januar 2017 - 20:28 Uhr | | | Kein Kommentar
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